Die 3 magischen Z’s im Familienleben

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Wir leben in trubeligen, oftmals sehr verunsichernden Zeiten. Dieser Umstand macht es Familien nicht leichter, ihr Familienglück zu finden. Es gibt jedoch drei wesentliche ‚Bausteine‘, die den familiären Schutzwall immer wieder aufbauen und erneuern: Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit. Egal was im Außen sein mag, diese drei magischen Zutaten können wirklich als das Geheimnis für ein glückliches Familienleben gelten.

Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit: die drei magischen Z's im Familienleben.

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Zeit ist so unendlich kostbar. Auch ich wünsche mir oft, an einem Tag würden mir mehr als ‚nur‘ 24 Stunden zur Verfügung stehen. Weniger Schlaf ist leider keine Option, zumindest für mich. Aber für unsere Kinder, für unsere Partnerschaft und gute Freunde braucht es auch gar nicht eine Fülle an gemeinsamen Stunden. Nein, es sind die kurzen Zeitspannen an einem Tag, in denen wir für unser Gegenüber GANZ da sind – das sind die wertvollen Momente, hier wächst die Bindung. Gerne wird dabei auch von Quality Time gesprochen. Wie Studien belegen, hängt der seelische Abstand beispielsweise für ein Kind zu seinen Eltern weniger von ihrer zeitlichen oder räumlichen Anwesenheit ab, als vielmehr von der seelischen Präsenz der Eltern. Erlebt ein Kind seine in Vollzeit berufstätigen Eltern in den anwesenden Stunden als feinfühlig und aufmerksam, dann geht es ihm gut. Denn umgekehrt können Eltern von dem Kind auch als abwesend und abgewandt empfunden werden, obwohl sie mit ihm den ganzen Tag zu Hause waren. So garantiert die Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch die Mutter, wie es gerne als Ideal dargestellt wird, keine sichere Bindung zum Kind. Umgekehrt schadet die Berufstätigkeit beider Eltern keinem Kind, wenn in die Eltern in den Familienzeiten ganz für das Kind da sind. Ganz da sein? Ja, mit den Augen und mit den Ohren. Anschauen, zuhören. Das bedeutet achtsame Zuwendung, in der Beziehung zu unserem Kind genauso wie zu unserem Partner. Fragen wie: „Na, was hast du so erlebt an diesem Tag, du hast ja ganz leuchtende Augen?“ oder „Was beschäftigt Dich, du siehst betrübt aus?“ lassen uns ins Plaudern (= entspannen!) kommen und zeigen wahres Interesse. Wichtig ist, sich in diesem Moment nicht gleich wieder von Banalitäten ablenken zu lassen, sondern in dem Moment der Aufmerksamkeit dem Anderen zugewandt zu bleiben. Wie lange? So lange, wie es braucht. Das können 3 oder 15 Minuten sein, mehr oder weniger. Wichtig ist vor allem, das Dein Kind oder Dein Partner in diesem Augenblick das Gefühl hat, dass Du ganz bei ihm bist, ihm in die Augen schaust. Klingelt das Handy, nicht so wichtig jetzt … das kann einen Moment warten … einfach stummschalten.

Das Prinzip der Aufmerksamkeit gilt auch, wenn Dein Kind (resp. Dein Partner) zu Dir kommt und Du eigentlich gerade beschäftigt bist, z.B. wie wir alle heutzutage zu oft mit unserem Smartphone oder mit anderen digitalen Medien. Dein Kind möchte Dir vielleicht etwas zeigen, was es entdeckt hat. Ja, dann lass Dich gerne kurz ablenken und Dich entführen in seine Welt. „Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinderaugen.“, wie es Dante Alighieri so schön zu sagen wusste, ein italienischer Dichter und Philosoph aus der Zeit der Renaissance. Freue Dich mit deinem Kind. Kinder erleben ihre Gefühle so unmittelbar, was wir als Erwachsene oftmals verlernt haben. Wenn Du natürlich wirklich etwas Wichtiges erledigen musst, dann lass es Dein Kind wissen: „Du, gerade geht es leider nicht, aber in 5 Minuten bin ich mit der E-Mail hier fertig und dann kannst Du mir zeigen, was Du entdeckt hast, ja.“ Das ist ein Versprechen und das solltest Du dann auch unbedingt einhalten. „Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen.“; darauf beharren meine Kinder immer noch sehr. Diese Momente der Aufmerksamkeit können dann auch wunderbar mit Zärtlichkeiten beschlossen werden: ob mit einem zärtlichen Lächeln, einer innigen Umarmung oder einem zärtlichen Wort. Ja, und oftmals genügt allein das: eine zärtliche Geste, ohne große Worte.

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinderaugen. (Dante)

Übrigens, und Du weißt es sicherlich, wir sind für unsere Kinder Vorbild. Dein Kind schaut sich ganz genau an, wie Du mit Deiner Zeit umgehst, wie Du Zuwendung und Zärtlichkeiten schenkst. Nicht nur ihm gegenüber, sondern auch was Deinen Partner betrifft. Diese Muster prägen sich ihm ein, es wird sie nachahmen, auch später im Erwachsenenalter. Sieht Eurer Kind, dass ihr Euch umarmt und küsst, dass ihr miteinander lacht, dass ihr Euch gegenseitig Aufmerksamkeit schenkt? Wie schön wäre es doch, wenn sich solche Muster in seinem späteren Leben fortsetzen würden, oder?

Versuche in dieser Woche bewusst solche Momente der Aufmerksamkeit in Deinen Familienalltag zu integrieren. Dreimal täglich zehn Minuten aufmerksam miteinander reden und einmal täglich kuscheln wären optimal!

Posted by Anne Brandt

Pädagogin, Kommunikationstrainerin & Familien- und Paarcoach. Ich arbeite kreativ und intuitiv vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse. Ich unterstütze Dich darin, Deinen Familientraum zu leben.

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